Mein erstes Neumond-Ritual

Aktualisiert: 2. Apr 2019


Der Neumond kündigt einen neuen Zyklus an und steht für neue Möglichkeiten, neue Anfänge und neue Intentionen. Es ist die perfekte Zeit um loszulassen, sich von Altem zu verabschieden, alte Lasten abzustreifen um sich weiterzuentwickeln. Da ich montags frei habe, war heute der perfekte Zeitpunkt für ein kleines Neumond Ritual. Ich habe in letzter Zeit gemerkt, dass es einige Dinge gibt, die mich gefangen halten und von denen ich mich frei machen möchte.

Dafür muss man nicht nach dem Mondkalender leben, oder an den Einfluss des Mondes glauben - dennoch denke ich ist es schön, dafür einen bestimmten Tag festzulegen und dies auch regelmäßig zu wiederholen.

Deswegen wurde es bei mir einfach der heutige Neumond.









Neumond-Ideen

& Träume









Zuerst konzentrierte ich mich auf Ideen und Träume die mir spontan einfielen und schrieb diese in mein Buch auf. Ich setze mir dafür kein Zeitlimit, sondern finde es einfach schön, meine Wünsche aufzuschreiben um sie mir zu visualisieren.

> Den ersten Schritt in Richtung "Yoga unterrichten" machen.

> Mich stärker auf Dinge fokussieren, die mir wichtig sind.

> Dieses Jahr nach Bali zurückkehren.










Palo Santo:

Reinigen, losmachen von negativen Energien









Anschließend zündete ich ein Stück Palo Santo an, das ich aus Bali mitbegracht habe. Zum einen liebe ich den Duft, den der Rauch im Zimmer hinterlässt und zum anderen soll die Räucherung dazu dienen, negative Energien zu verbannen. Dann setzte ich mich auf meine Yogamatte, schloss die Augen, atmete tief durch und begann meinen Fokus nach innen zu richten. Die Atemtechnik Nadhi Shodana (Wechselatmung) habe ich während meiner Yogalherer Ausbildung in Bali kennen und schätzen gelernt. Sie bringt mich in einen meditativen Zustand in dem ich mich sehr klar aber auch energiegeladen fühle.








Journaling










Ich schrieb in mein Buch den Satz "Was will ich loslassen:" und wartete ab.

Wenn du abwartest und nur genau hinhörst, meldet sich deine innerer Stimme von selbst

So kamen mir nach und nach immer weitere Gedanken in den Kopf, die ich aufschrieb um sie anzunehmen, mich bei ihnen "bedankte" und sie dann anschließend losließ:


> Der Gedanke, der mich derzeit davon abhält Yoga zu unterrichten, kam auf: "dass ich es nicht gut genug kann. Lieber Gedanke, liebes Ego, schön dass ihr da seid, denn ihr fordert mich und durch euch habe ich so hohe Ansprüche an mich selbst. Danke - aber ich brauche euch nicht mehr, denn ich weiß, dass ich gut Yoga unterrichten kann.


> Der Gedanke "Zweifel" Lieber Zweifel, ich danke dir, dass du mich jede Entscheidung mehrmals überdenken lässt. Allerdings brauche ich dich nicht mehr, denn ich vertraue meinem Lebensweg.


> Mein Pflichtbewusstsein, -gefühl anderen gegenüber, welches mich manchmal davon abhält auf meine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu achten. Liebes Pflichtbewusstsein, schön, dass es dich gibt denn du sorgst unter anderem dafür, dass ich Rücksicht auf andere nehme. Das werde ich auch weiterhin tun, jedoch komme ich an erster Stelle.


Ich nehme diese Gedanken ganz bewusst an, anstatt sie einfach von mir zu weisen oder sie zu ignorieren. Sie sind ein Teil von mir und deswegen haben sie auch Anerkennung verdient. Sich bewusst davon zu verabschieden ist eine effektivere Methode als diese Gedanken zu verdrängen.


Für mich persönlich war es ein sehr befreiender Prozess und ich fühle mich leichter, besser und zufriedener.









Malas und Rituale









Mala-Ketten aus Halbedelsteinen sind tolle Begleiter bei Ritualen. Du kannst deine Absichten, Ideen und Wünsche auf sie legen und um den Hals oder am Handgelenk tragen, um täglich daran erinnert zu werden. Du kannst deine aufgeschrieben Gedanken auch auf einen Zettel schreiben und gemeinsam mit deiner Mala in ein Schmucksäckchen, eine Truhe o.ä. legen. Beim nächsten Voll- oder Neumond holst du sie heraus und arbeitest entweder weiter daran oder kannst dich endgültig von ihnen verabschieden.


30 Ansichten